zu Tisch - objets oubliés (2019/20)



Aus der Schnittmenge unserer Disziplinen und Interessen kristallisierte sich ein durchaus bewusst auch skurril anmutendes Leitmotiv heraus: Beethovens Ess-,Tisch- und Kochgewohnheiten und deren Einfluss auf sein musikalisches Werk. Uns interessierte der Mensch hinter der Marmorfassade, die direkte und vielleicht unverblümte Kontaktaufnahme mit dieser historischen Persönlichkeit. Aus biographisch überlieferten Rezepten und Handlungen konnten wir eine ‚Dramaturgie des Erinnerns‘ extrahieren: Essbare Objekte, wie beispielsweise ein Ei oder ein Stück Parmesan, wurden zu Vehikeln auftauchender Zitate aus Beethovens vergangenem Leben. Der versteinert und resigniert wirkende Komponist, wie er uns zu Beginn am Tisch gegenübersitzt, erinnert sich so Schritt für Schritt an frühere Stationen seines Lebens zurück und beginnt innerlich seine eigene Musik wieder zu ‚hören’.


Eine Brotscheibe als Leinwand für gelebtes Leben: Als Gast an Beethovens Tafel wird die Zuschauer*in schrittweise in eine kulinarisch-musikalische Erinnerungslandschaft entführt. Eine interdisziplinäre Annäherung an eine der grössten Ikonen der Tonkunst, basierend auf historisch-biographischen Häppchen, deren roter Faden Beethovens Ess- und Tafelgewohnheiten bilden.
Es begegnen sich Komposition, Video und eigenartige Mischformen klanglicher und visueller Inhalte.
In Zusammenarbeit mit der Designerin / Künstlerin Laura Haensler.


︎ Trailer 


︎ Radiosendung Komponieren nach Beethoven
































STEPHANIE HAENSLER

KOMPOSITION | VIOLINE